Kipepeo-Geschichten

Durch unsere Geschichten möchten wir dir gerne einen Einblick in unseren Alltag gewähren. Mit dir Freude, Leid, Lustiges und Interessantes teilen. Viel spass beim Lesen verschiedener Erlebnisse und Gedanken. 

Tabasamu - Smile

Gemeinsam lachen erheitert die Seele. Zwischen all dem Leid tut das richtig gut. Oben auf dem Bild rechts siehst du ein winziges Ei. Als ich fragte wer das denn gelegt habe, antwortete die Mama: Mein Hahn! Und zu meinem erstaunen zeigte sie mir dann die Kartoffeln links im Bild und erklärte mir, die seien bei ihr auf dem Baum gewachsen. Und übrigens: ein Huhn kann keine Eier legen, wenn kein Hahn in der Nähe ist. Ich musste einfach nur lachen und war der Meinung: "warum auch nicht?". Ich als Europäerin weiss ganz sicher nicht alles besser. Ich liebe diese Menschen. :)

Joy, Leiterin KIPEPEO

Erfolgserlebnis

Ndoto - traum

Manchmal sind die Menschen, die wir betreuen echt lustig! Wie diese Familie hier zum Beispiel. Wir haben ihnen ein Haus gebaut und waren so viele Male da um zu helfen. Aber sie haben es keinen einzigen Tag geschafft, alle zusammen anwesend zu sein. Ich sah nie mehr als zwei Familienmitglieder gemeinsam. Und das obwohl wir ihren Lebenstraum verwirklicht haben. Ich werde wohl nie verstehen wie man sowas missen kann. Zum glück weiss ich trotzdem, dass sie dankbar sind für unser Dasein. :)

Zakayo, Mitarbeiter KIPEPEO

Motivierend

Tasiana und Veronica sind beides Mütter, denen wir durch ein Business zur Unabhängigkeit verholfen haben. Sie schenken mir mit ihrer motivierenden und positiven Art im Gegenzug, immer wieder den Glauben an mich selbst und die Kraft weiter Gutes zu tun für noch mehr Familien. Ich bin unendlich stolz auf sie!

Nixon Simba, Leiter KIPEPEO


Hostel-Geschichten

Nimmt es dich wunder wie es ist, Zeit in unserem Hostel KIWAVI HOME zu verbringen? Siehe unten was du erleben könntest.

Schildkröte

...wenn man im KIWAVI HOME auf eine ganz besondere Mitbewohnerin trifft.

Die eigensinnige Miss Polepole, sorgt immer wieder für Freude, wenn sie sich blicken lässt.

 

Das Team erklärte mir, dass sie seit 5 Jahren freiwillig auf dem Gelände wohnt und ihr Name bedeutet "langsam",. Grund dafür ist dass sie sich nie von etwas aus der Ruhe bringen lässt und immerfort in ihrem Tempo ihre Wege geht.

 

Natalie Kaufmann, Gast 

Mensch und Kultur

Wenn du noch nie in Tansania warst werden dir die folgenden Geschichten einen direkten Einblick in das Leben dort gewähren. Auch wenn du schon einmal in diesem Land warst werden dich die eine oder andere Erzählung sicherlich zum schmunzeln bringen.

Regensaison

Eine Sightseeingtour die zum Abenteuer wird.

Im Herbst anlässlich eines Besuches bei unserer Tochter in Tansania machten wir einen Ausflug ins Gebiet Tanga. Auf der Rückreise fing es ununterbrochen an zu regnen. Strassenabschnitte und Brücken wurden überflutet, zum Teil weggerissen oder beschädigt. Bis 60 cm tiefes Wasser durchfuhren wir jeweils in der Hoffnung nicht stecken zu bleiben. Still tauchten wir jeweils ab ins Ungewisse und mit Jubelgeschrei der Erleichterung tauchten wir wieder auf! Stand das Wasser höher oder die Brücke war beschädigt, übten wir uns in Geduld. Beeindruckend staunten wir über die Gelassenheit der Tansanier. Geduldig warteten alle bis das Wasser wieder gesunken war oder eine Lösung für das Problem gefunden wurde. Eilige hievten entschlossen ihr Motorrad oder ihre Grossmutter hoch und trugen sie vom einen Ufer zum anderen. Blieb mal jemand stecken, waren sofort unzählige Helfer zur Stelle. Jede erfolgreiche Durchquerung

wurde Lautstark gefeiert. Für uns war dieses Erlebnis eine grosse Erfahrung. Es tat unglaublich gut einmal die Komfortzone Schweiz

mit dem weiten, kontrastreichen Tansania vertauscht zu haben.

Rolf und Regina Baumann

MAIMORIAL Markt

Das Dala-Dala ist voll, es ist Tansania, also zählt das nicht. Eine helfende Hand, alle rücken zusammen und es geht weiter. Auf dem Memorial Markt ein buntes Gewimmel, Holzstände wohin man sieht, ausgewaschener Lehmboden und der bewegte Rhythmus der Menschen, welche hier ihrem Alltag nachgehen. Verkäufer die Kleidung, Tücher und Bettwäsche anpreisen, konzentriertes Abwägen und Auswählen und dazu der stetige Austausch. Joy  bewegt sich sicher durch das Gewimmel, ich folge ihr und versuche die Eindrücke aufzusaugen und die Faszination des Unbekannten auf mich wirken zu lassen. Wir werden neugierig beäugt, wie überall sind Menschen verschieden. Manche gehen weiter ihrer Tätigkeit nach und beachten uns nicht, andere zeigen Interesse und suchen den Kontakt. Auf der Suche nach Badetüchern und Decken begegnen wir herzlichen, hilfsbereiten Menschen und auch solchen, welchen in uns die Chance sehen, etwas mehr Profit zu machen. Menschen sind Menschen, jeder versucht sich auf seine Art durch-zuschlagen. Sich durch diesen Dschungel zu navigieren braucht Energie und doch wird man mit Begegnungen und Lächeln entschädigt. Joy verhandelte, erzählt und erklärt, ich höre zu, verstehe wenig vom Gesagten und lerne doch viel. Bei einem Teller Früchte und einem Marsala-Tee beobachten wir die Strasse und unterhalten uns über die Menschen und den Umgang untereinander. Wer gibt, wer nimmt, wie viel bestimmt das Erlebte und wie weit kann ein Mensch sein Verhalten und Denken selbst regulieren? Müde, mit vielen Eindrücken im Kopf und einigen Schätzen in der Tasche gehen wir nach Hause, in die kleine Oase inmitten dieser, zumindest für mich, neuen Welt.

Eliane, Reisende